Unterstützung vom Land Niedersachsen – Sozialpädagogische Fachkraft für Grundschule Amelgatzen

 
Foto: Watermann SPD
 


Eine der aktuellen Herausforderungen für Niedersachsens Kommunen resultiert aus dem Zuzug von Familien aus dem osteuropäischen Raum. "Die Ansammlungen ganzer Großfamilien führt in einigen Kommunen zu vielfältigen Schwierigkeiten. Gerade für die Schulen entstehen so große Probleme“, meint der SPD-Landtagsabgeordnete und Innenexperte Ulrich Watermann. Auch im Landkreis Hameln-Pyrmont, in der Gemeinde Emmerthal seien solche Fälle bekannt.

 
anja_pielFoto: anja_piel

Für diese und ähnliche Herausforderungen baut das Land Niedersachsen nun seine Unterstützungsleistungen aus. „Wir möchten das Integration gelingt und verbessern dafür kontinuierlich die Rahmenbedingungen“, betont Landtagsabgeordnete Anja Piel (Bündnis 90/Die Grünen). Eines dieser Projekte ist die nun von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) vorgestellte „Initiative schulische Sozialarbeit in sozialen Brennpunkten“. Mit 20 neuen Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte wird das Land Niedersachsen Schulen in sozialen Brennpunkten ab dem kommenden Schuljahr zusätzlich unterstützen.

„Die Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen haben insbesondere die Aufgabe, an ausgewählten  Brennpunktschulen gemeinsam mit anderen Einrichtungen, wie der kommunalen  Jugendhilfe oder Beratungsstellen, die Schulen bei der Elternarbeit zu entlasten. Auch soll es um Themen wie Konfliktprävention, Schulverweigerung sowie Unterstützung bei der Integration gehen“, erklärt Grünen-Politikerin Piel.

Mit der neuen Initiative zeigt die niedersächsische Landesregierung, dass sie die Herausforderungen erkannt hat und weiter hart an Lösungen zum Gelingen der Integration arbeitet.  „Von vielen Besuchen und Gesprächen wissen wir, dass unsere Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Schulleitungen ganz wichtige Arbeit leisten. Das gilt besonders für Schulen mit vielen Kindern, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen. Wir möchten unsere Fachkräfte bei dieser schwierigen Arbeit unterstützen und mit den zusätzlichen sozialpädagogischen Fachkräften entlasten“,  betonen die beiden Landtagsabgeordneten.

Piel und Watermann sind froh, dass auch die Grundschule in Amelgatzen ausgewählt wurde und hier nun allen Beteiligten Unterstützung zuteil wird. „Für die Verantwortlichen vor Ort, die Lehrkräfte, Eltern und die Menschen in Amelgatzen ist die Aussicht auf eine neue Stelle für eine sozialpädagogische Fachkraft eine wirklich gute Nachricht, die hoffentlich schnell besetzt werden kann und dann zu einer wirklichen Entlastung für alle führt“.

Zum Hintergrund: Bei der Auswahl der sozialen Brennpunkte für die neue Initiative hat das Niedersächsische Kultusministerium auf statistische Angaben, aber auch schulfachliche Bewertungen durch die Landesschulbehörde und auf Erkenntnisse der Akteure vor Ort zurückgegriffen. So gab es im Vorfeld fachlichen Austausch mit den kommunalen Spitzenverbänden, aber auch mit dem Niedersächsischen Sozial- und dem Niedersächsischen Innenministerium. Es wurden Indikatoren wie die Arbeitslosenquote, die Anzahl der Bewohner eines Quartiers mit Migrationshintergrund, Transferleistungsempfänger und Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren in die Überlegungen einbezogen. Zudem war ein Kriterium die Beteiligung am Bundesprogramm „Soziale Stadt“.

In dem Auswahlprozess wurden 10 Städte (bzw. Stadtteile) identifiziert, die mit insgesamt 20 neuen Stellen für Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen unterstützt werden sollen.

SPD und Bündnis 90/Die Grünen in Niedersachsen setzen auf eine gerechte und soziale Bildungspolitik. „Für uns liegt der Fokus immer auch auf den Kindern, die schlechtere Startbedingungen haben“, so Piel. Mit der Initiative schulische Sozialarbeit in sozialen Brennpunkten setze die niedersächsische Landesregierung einen weiteren Akzent im Ausbau der schulischen Sozialarbeit in Niedersachsen und nehme die besonderen Anforderungen vor Ort in den Blick erklären die beiden Politiker.

Piel und Watermann abschließend: „Das Land übernimmt so nicht nur Verantwortung in finanzieller Hinsicht, sondern auch in Hinblick darauf, dass Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte sich gegenseitig unterstützen, zu einem positiven Schulklima beitragen und Probleme gemeinsam anpacken können.“

 

 
 

 


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